Führungsstile

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Was sind Führungsstile und warum sind sie wichtig?

Laut Gabler Wirtschaftslexikon ist ein Führungsstil das Verhalten von Führungspersonen gegenüber ihren Mitarbeitenden. Ein Führungsstil ist geprägt von persönlichen Eigenschaften, Einstellungen und Verhaltensmustern, welche individuell unterschiedlich ausfallen. An diesen Unterschieden orientieren sich auch die verschiedenen Führungsstile, da es keinen „richtigen“ oder „falschen“ Stil gibt – er muss passen, denn falsche Stile haben negative Folgen wie den Verlust der Mitarbeitermotivation oder ein negatives Arbeitsklima.

Weiterhin entscheidet der Entscheidungsspielraum eine wichtige Rolle. Hat die Führungsperson die gesamte Entscheidungsmacht, so spricht man von einem autoritären Stil. Andersherum von einem demokratischen. Haben beide Parteien gleich viel zu sagen, so ist ein beratender oder kooperativer Führungsstil üblich.

Generell lassen sich Führungsstile in zwei Gruppen unterscheiden. Die tradierenden Stile nach dem Soziologen Max Weber und die klassischen Stile nach dem Psychologen Kurt Lewin.

Lewin achtet besonders auf die Auswirkung verschiedener Stile auf eine Gruppe. Er teilt die Stile hauptsächlich in drei Gruppen ein: Autoritäre, demokratische und Laissez-faire Führung.

  • Was ist ein autoritärer Führungsstil?
    Der autoritäre Führungsstil (auch hierarchischer Stil genannt) lebt davon, Anordnungen von oben nach unten zu bekommen. Kritik und Innovation sind hier nicht erwünscht. Hier geht es ausschließlich um Erfolg, wodurch Partizipation ausbleiben.
  • Was ist ein kooperativer Führungsstil?
    Dieser Stil wird ebenfalls als demokratischer Führungsstil genannt und ist von der Zusammenarbeit zwischen Führungsperson und Team geprägt- Es geht um Delegieren und Kommunizieren.
  • Was ist ein Laissez-faire-Führungsstil?
    Wörtlich bedeutet das „einfach machen lassen“. Mitarbeitende haben hier eine freie Hand und können ihre Aufgabenbereiche selbst organisieren.

Weber beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage, warum sich Menschen führen lassen. Er listet verschiedene Stile auf:

  • Der autokratische Führungsstil
    Die Führungsperson ist somit als „Alleinentscheider“ zu kennzeichnen und trifft alle Entscheidungen eigenständig und unabhängig von den Mitarbeitenden.
  • Der patriarchische Führungsstil
    Auch hier entscheidet die Führungsperson allein, jedoch ist dieser Stil von Fürsorge für die Mitarbeitenden geprägt, welche im autokratischen Stil ausbleibt.
  • Der charismatische Führungsstil
    Dieser Stil betrifft vorrangig Menschen, die allein mit ihrer intrinsischen Ausstrahlung Leute dazu bringen, das zu tun, was sie möchten. Diese Menschen strahlen Macht und Selbstbewusstsein aus und sind meist sehr klever im Umgang mit Worten.
  • Der bürokratische Führungsstil
    Hierbei ist die Führungsperson an sich zweitranging. Bei diesem Stil erhält die Person ihr Amt ausschließlich aufgrund der Betriebszugehörigkeit und ist daher leicht austauschbar.

In Zeiten von New Work muss sich extrem auf die Stärken und Schwächen der Mitarbeitenden fokussiert werden. Daraus entsteht ein Stil, der vom Dirigieren, Überzeugen, Teilhaben und Delegieren lebt. Zwar müssen Anweisungen von oben vorgegeben werden, jedoch werden Mitarbeitende bei der Umsetzung unterstützt und es wird ihnen der Freiraum zur Bearbeitung gegeben. Somit kann man sich flexibel an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden anpassen.