Corporate Sustainability – Der Weg in eine grüne Zukunft

Ob in der Politik, auf der Arbeit, beim Einkaufen oder im privaten Leben – das Verlangen nach Nachhaltigkeit wird immer lauter und präsenter. Hat man früher das Thema noch mit alternativen Baumwoll-Jute-Beuteln und Recycling-Papier verbunden, überflutet nachhaltiges Denken heute so gut wie jeden Lebensbereich. Nachhaltigkeit ist jetzt Mainstream – und das ist gut so1. Wer hier nicht mithält, wird von der Konkurrenz einfach überholt. Corporate Sustainability wird zum elementaren Geschäftsbereich – mehr als Nice-To-Have. Doch was Konsument:innen noch weniger leiden können als ein Unternehmen, welches absolut nicht nachhaltig ist, sind Unternehmen, die Nachhaltigkeit verkaufen aber nicht praktizieren – Greenwashing! Doch was bedeuten diese Begriffe? Was beinhalten sie und was sollten Unternehmen unbedingt beachten?

Was ist Corporate Sustainability ?

Die Corporate Sustainability Definition2 der Europäischen Kommission lautet: Ein „Konzept, das Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“. Also was bedeutet Sustainability? Es bedeutet schlicht und einfach Nachhaltigkeit3.

Das heißt, wirbt ein Unternehmen mit Corporate Sustainability, so ist davon auszugehen, dass langfristige und nachhaltige Werte in die Unternehmensstrategie aufgenommen worden sind. Dabei ist es dem Unternehmen freigestellt, ob es sich bei dem angepriesenen Handeln um ökonomische, ökologische oder soziale Nachhaltigkeit handelt.4

Studien haben ergeben, dass Konsument:innen zunehmend ihr Einkaufsverhalten an die Nachhaltigkeit anpassen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch im beruflichen und/oder wirtschaftlichen Sinne die Bedeutung nachhaltigen Handelns steigt. Denn wer Corporate Sustainability Trends in seinem Unternehmen umsetzt, poliert nicht nur sein Image auf, sondern trägt ebenso einen großen Beitrag zum Umwelt- sowie Naturschutz, zur Bekämpfung des Klimawandels und zum schonenden Umgang mit Ressourcen bei.5

Corporate Sustainability Management beschreibt also eine nachhaltige Unternehmensführung und ein dementsprechendes Verhalten in allen Unternehmensbereichen. Weiterhin sollten sich Corporate Sustainability Manager ihrer Verantwortungen bewusst sein. Diese spalten sich unter anderem in ökologische (Naturschutz; verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen), soziale (soziales Engagement; sozialverträgliche Gestaltung von Arbeitsverträgen; Förderung von Mitarbeitenden) und ökonomische (Einsparungen/ Verbesserungen innerhalb des Unternehmens) Aspekte.6

Was ist eine CSR Strategie?

Die englischen Abkürzungen im Bereich der Corporate Sustainability können jedoch verwirrend sein. Oft wird Corporate Sustainability auch als Corporate Social Responsibility (CSR) betitelt, bei uns jedoch nicht allzu häufig verwendet, da das Wort social im Deutschen oft fehlinterpretiert wird. Hierbei geht es keinesfalls um sozial orientierte Unternehmen, sondern um die soziale Dimension unternehmerischer Nachhaltigkeit. Als Synonym für CSR ist Corporate Responsibility (CR) – wer hier was verwendet, ist jedoch meist reine Geschmackssacke.7

Corporate Social Responsibility (CSR) bedeutet übersetzt unternehmerische Sozialverantwortung und beschreibt hauptsächlich, dass Unternehmen auch soziale Aspekte im unternehmerischen Handeln beachten. Teil dessen ist beispielsweise die faire Behandlung aller Stakeholder.8

Manche Unternehmen gehen jedoch über die unternehmensinterne soziale Verantwortung hinaus. Sie engagieren sich für lokale oder soziale Einrichtungen und unterstützen diese mit Spenden. Oft richten sich Spendengelder an überregionale und gemeinnützige Stiftungen.9 In diesem Fall spricht man von Corporate Citizenship (CC). Dazu zählen beispielsweise organisierte Spendenaktionen – oft in Verbindung mit gemeinnützigen Stiftungen – oder das Sponsoring von Kultur- oder Sportveranstaltungen.10 Im Wesentlichen beschränkt sich das CC auf Sponsoring, Spenden und Stiftungsaktivitäten.11

Auch HR UNIVERSAL hat sich das Corporate Citizenship zu Herzen genommen und hat seinen einen Beitrag zur sozialen Gemeinschaft geleistet. Mit dem Stiftungszweck der Bildungsförderung junger Menschen auf internationaler Ebene hat die HR UNIVERSAL Stiftung im Rahmen eines Bildungsprojektes einen sozialen Beitrag in Ghana geleistet. In Zusammenarbeit mit World Vision Deutschland e.V.  konnte im Dorf Mepekope ein gemauertes Schulgebäude mit zwei Klassenräumen, einem Büro und zwei barrierefreien Toiletten errichtet werden. Außerdem war es möglich, einen Spielplatz zu bauen sowie die Schule mit jeglichen Materialien auszustatten.

Warum ist Corporate Sustainability wichtig?

Vorrangig nutzen Unternehmen CSR selbstverständlich, um die Wirtschaftlichkeit zu steigern und den eigenen Ruf zu stärken. Doch nicht nur das, denn wer sich hier weigert mitzumachen, hat schlechte Karten auf dem Zukunftsmarkt12. Insbesondere die digitale Nachhaltigkeit wird durch CSR gefördert – ein Bereich der eher an Bedeutung zunehmen als abnehmen wird.

Nicht nur der Bewerbermarkt hat sich von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitnehmermarkt verändert. In den meisten Bereichen der Wirtschaft herrscht eine Marktsättigung – Angebot übersteigt Nachfrage. Wenn Verbraucher:innen also eine endlose Auswahl haben, ist es für Unternehmen von überlebenswichtiger Bedeutung, sich von der Konkurrenz abzuheben. Werden beispielsweise die ökologischen Vorstellungen der Kund:innen nicht berücksichtigt, so gehen sie halt zum nächsten Unternehmen über. Verbraucher:innen entscheiden über wirtschaftlichen Erfolg oder Misere.13

Corporate Sustainability trägt also dazu bei, die eigene Employer Brand zu stärken, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, eine individuelle Unternehmenskultur zu etablieren und das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern14 – blöd, wer da auf traditionelle Werte vertraut, denn „a business that engages in sustainability practices is securing itself a place in the future economy“15.

Doch wie könnten mögliche Sustainability Maßnahmen aussehen? Ein möglicher Beitrag zum grünen Fußabdruck könnte das Umsteigen auf Öko-Strom sein. Somit würde man das vom Unternehmen produzierte CO² erheblich reduzieren. Eine weitere Möglichkeit wäre es, Inlandsflüge für Geschäftsreisen zu vermeiden und zusätzlich klimafreundliches Pendeln zu unterstützen – beispielsweise mit der Kostenübernahme der ÖPNV Tickets von Mitarbeitenden. Außerdem bieten viele Unternehmen einen sogenannten Impact-Day an, wo alle Mitarbeitenden für einen Tag im Jahr freigestellt werden, um soziale oder umweltfreundliche Projekte zu unterstützen. Auch kleine Schritte, wie beispielsweise eine vegetarische Kantine, können bereits einen großen Teil zur CSR beitragen.16

Man sollte sich jedoch als Unternehmen darüber im Klaren sein: CSR ist keine Veränderung über Nacht! Es ist ein schleichender Prozess, der von der Führungsebene gefühlvoll im Unternehmen etabliert werden muss. Abrupte Änderungen können bei der Belegschaft schnell zu Unstimmigkeiten führen. Das Führungspersonal sollte sich damit beschäftigen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und anfangen diese punktuell umzugestalten. Nachhaltigkeit sollte in die Unternehmensvision eingegliedert und nicht als kurzfristiges Marketinginstrument genutzt werden.17

Der erste und einfachste Schritt zur Corporate Sustainability? Die elektronische Signatur. Schnell erledigt, unzählige Male einsetzbar und 100% nachhaltig.

Achtung: Greenwashing!

Oft passiert es jedoch bei großen Unternehmen, dass viel Geld in die Hand genommen wird, um Öko-Zertifikate zu kaufen, große Umwelt-Marketing-Kampagnen zu starten und sich somit ein grünes Image zu erkaufen18. Diesen Vorgang nennt man Greenwashing. Statt wirklich und ehrlich nachhaltig zu agieren, wird sich einfach ein grüner Deckmantel gekauft, welcher gut nach außen wirkt, jedoch nichts aussagt. Diese Unternehmen vertuschen Ihre Anti-Nachhaltigkeit und geben sie als etwas anderes aus.19 Ihnen geht es rein um die Medienwirksamkeit und das dadurch erzeugte Image.20

Doch Klimawandel ist kein Thema mehr, was von Unternehmen vertuscht oder verherrlicht werden sollte. Die Unternehmen, die sich bereits nachhaltig verhalten, sollten hervorgehoben werden und nicht durch gekaufte, unechte und überteuerte Zertifikate untergehen. Der Klimawandel ist kein fiktives Bedrohungsszenario mehr. Also sollten sich Unternehmen und Führungspersonen lieber heute als morgen überlegen, wie sie eine Corporate Sustainability aufbauen können, um sich Ihren grünen Weg in die Zukunft zu sichern.21

QUELLEN

[1][12][14][16][17] https://www.personio.de/blog/sustainability/

[2][6][10][20] https://www.consulting.de/hintergruende/fachartikel/einzelansicht/corporate-social-responsibility-corporate-citizenship-und-corporate-sustainability/

[3] https://www.linguee.de/deutsch-englisch/search?query=sustainability&source=auto

[4][5][8][9][13][21] https://blog.hubspot.de/sales/sustainability

[7][11] https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Was-ist-CSR/Grundlagen/Nachhaltigkeit-und-CSR/nachhaltigkeit-und-csr.html

[15] https://sphera.com/glossary/what-is-corporate-sustainability/